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Corona-Hilfsgelder: Schnellere Hilfe ohne Hürden!

„Von den 25 Milliarden Euro an staatlichen Corona-Überbrückungshilfen für kleine und mittlere Unternehmen sind bisher 954 Millionen Euro geflossen. Leidtragende sind vor allem kleinere Unternehmen. Insgesamt wurden 92.861 von 128.714 Anträgen bewilligt, so die Antwort auf eine FDP-Anfrage im Bundestag. Grund sei, dass Schließungen und Auflagen schneller zurückgenommen werden konnten, als zunächst gedacht. Der neuerliche Lock-Down wurde dabei nicht bedacht. Diese verzögerliche Auszahlung ist ärgerlich und betriebsgefährdend. So versteht man die Unsicherheit der vielen Nürnberger Gastronomen, die nach einem geschäftlich lauen Sommer jetzt im zweiten Lock-Down ihre Geduld und ihre wirtschaftliche Basis verlieren. Wenn der Staat Hilfen ansagt, sollte er sie auch schnell und umfassend ausreichen. Zwar lag Bayern mit rund 300 Millionen vorne. Dennoch waren viele Selbständige wegen der oft komplizierten Ausgestaltung und der hohen Hürden außen vor. Und jetzt wiederholt sich das. Gerade im Saisongeschäft kann man doch nicht einen meist lauen Monat November als Maßeinheit für die Hilfsgelder nehmen. Hier muss der Umsatzmittelwert eines Jahres gezwölftelt herangezogen und schneller und ohne Hürden überwiesen werden.
Das Gastgewerbe wurde in Höhe vom 283,5 Millionen Euro bedacht. Hier wurden 21.800 von 29.200 Anträgen bewilligt. Davon entfielen 129 Millionen Euro Hotels, Pensionen und Campingplätze, 84,5 Millionen Euro flossen an die Gastronomie, 67 Millionen Euro an Caterer und Verpflegungsdienstleister. In Kunst, Unterhaltung und Erholung flossen knapp 70 Millionen Euro an Überbrückungshilfen. 58,6 Millionen Euro gingen in den Handel, 50 Millionen Euro in das verarbeitende Gewerbe und rund 34 Millionen Euro in den Bereich Messen, Ausstellungen und Kongresse.


5. November 2020

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