Ümit Sormaz
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Gastronomie/Corona: Fördergelder nicht zurückfordern !

„Über 60 Prozent der Nürnberger Wirte rechnen in diesem Winter mit einer Pleite. Jeder zweite Betrieb ist durch die stark verzögerte Genehmigung von Heizpilzen und die Gegenrechung von Corona-Hilfsgeldern mit Grundkosten in wirtschaftliche Not geraten. Nachdem jeder vierte Flieger fliegt, zahlreiche CO2-ausstossende Fahrzeuge auch in Corona-Zeiten nicht fahren finde ich eine Debatte über Heizpilze – ob elektrisch oder mit Gas betrieben -geradezu absurd. Es geht vielmehr um schnelle Genehmigungen für abstandsbedingt aufzustellende Zelte, die endlich erteilt werden müssen. Außerdem muss jedem Wirt eine nicht rückrufbare und nicht aufrechenbare Monatsleistung von bis zu 3600 Euro ab drei Beschäftigten für mindestens 12 Monate zugebilligt werden. Was nützt es denn einem Wirt, der durch Corona um drei Viertel seiner Einnahmen gebeutelt wurde, wenn Zuschussgelder gegen die wenigen Einnahmen gerechnet werden? Jeder Großbetrieb wie etwa Tui oder die Bahn erhält Hilfe. Die für Kleinbetriebe und Gastronomie wird allerdings gleich nach der Ausreichung zurückverlangt. Das ist ungerecht! So kann kein Wirt vernünftig arbeiten. Das kostet Arbeitsplätze und Wirtschaftskraft. Hilfe, die der Staat gewährt, muss als Geschenk gesehen werden. Wer fordert schon Geschenke zurück, um die lokale Wirtschaft ankurbeln?“


10. Oktober 2020

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