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Gegen Leerstand: Spezialisierung und Steuern rauf für Amazon!

„Bei den Immobilienverkäufen fällt der Einzelhandel besonders auf: Nach einem Ergebnis aus 2017 mit 313 Millionen Euro blieben 2018 die wenigen notierten Verkäufe mit 63,4 Millionen Euro unter dem mehrjährigen Durchschnitt. Zusätzlich steigen oft die Gewerbemieten besonders in Toplagen in der Innenstadt, die zwischen Vermieter und Mieter frei verhandelbar sind. In anderen Großstädten wie München und Berlin haben sie sich dort mehr als vervierfacht. Die Entwicklung wie in anderen Großstädte droht uns auch. Zu den hohen Mieten kommen konkurrierende Internetgroßhändler wie Amazon. Das führt zu zahlreichen Insolvenzen im Nürnberger Handel, einer Filialisierung ganzer Straßenzüge durch große Ketten oder zum Leerstand. Auch die Südstadt ist davon betroffen. Ich appelliere an Vermieter, die Wirtschaftskraft ihrer Geschäftskunden zu berücksichtigen. Etwas weniger Miete, dafür diese konstant. Das wäre für beide Seiten erträglicher, als der Stillstand. Ich sehe eine Zukunft in der Spezialisierung etwa für Bio-Fleischereien und nachhaltig hergestellte Produkte aus dem Umland. Die müssen wir fördern, um den Ladenleerstand zu beseitigen. Es darf nicht sein, dass der Einzelhandel in Nürnberg unter Spitzensteuersätzen leidet, die Riesen des Versandhandels fein raus sind. Die Gewerbesteuer muss runter, die Branchenriesen Amazon und Google müssen konsequent zahlen. Gleiche Verhältnisse für alle.“


15. Februar 2020

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