Ümit Sormaz
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ICE-Werk: „Keine laute Großanlage am Wohngebiet!“

„Die Deutsche Bahn plant für rund 400 Millionen Euro ein ICE-Werk mit Abstellanlagen im Nürnberger Stadtteil Altenfurt, das sich in vier Abschnitte unterteilt und sich über 5,5 Kilometer von der Regensburger Straße an der Bahnlinie München/Regensburg bis zur A6 hinzieht. 25 Züge mit bis zu 400 Metern Länge sollen hier täglich gereinigt und gewartet werden. 45 Hektar Mischwald müssten dafür abgeholzt werden. 450 Arbeitsplätze sollen entstehen.Es ist unverständlich, warum die Deutsche Bahn keine genauen Pläne herausgibt, handelt es sich bei dem Bau des in diesem Jahr mit elf Mrd Euro unterstützten Staatsbetriebs um eine sehr lärmintensive Großanlage direkt neben einem Wohngebiet. Unerklärlich ist mir auch die Haltung der CSU, die das Vorhaben schnell im Stadtrat durchwinken will. Formell stielt sich hier das Bürgermeisteramt aus der Verantwortung, da die Bahn angeblich zum größten Teil auf Staatsforst und gemeindefreiem Gebiet bauen wolle. Auf Bezirksebene entschuldigt die CSU die geplante Großrodung nahezu grotesk mit einer angeblich naturfreundlichen Isolierung der Hallen. Nichts gegen Arbeitsplätze. Aber nicht um jeden Preis. Keine laute Großanlage am Wohngebiet! Die Deutsche Bahn sollte verantwortlicher mit der Lebensqualität ihrer Sponsoren und Mitbürger umgehen und ein anderes Areal ihrer vielen tausend Quadratmeter großen Brachen nutzen, um dort anwohner- und umweltfreundlich zu bauen. So sauber, wie man die Bahn aus der Werbung kennt.“


17. Oktober 2020

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