Ümit Sormaz
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Nahverkehr: 365-Euro-Ticket ist finanzpolitische Augenwischerei!

„In der Diskussion um das 365-Euro-Jahresticket ab 2023 für den OPNV haben sich jetzt mit kleinen Vorbehalten auch die Fürther dafür entschieden. Derzeit wird der Nahverkehr vom Autofahrer mitfinanziert. Parkplätze zu verknappen und zu verteuern, mehr Bushaltestellen zu bauen und durch Busspuren den Autoverkehr weiter einzugrenzen ist wirtschaftlich wie verkehrspolitisch eigentlich kontraproduktiv. Nur verantwortungslose Kommunalpolitiker schieben die dauerhaften Kosten für einen öffentlichen Nahverkehr zu zwei Dritteln auf den Freistaat und den Bund. Das ist extrem kurzsichtig. Denn wie soll dieser denn den Nahverkehr finanzieren, wenn die Einnahmen durch die Autofahrer fehlen? Das Ziel einer ökologisch-sozialen Verkehrswende, den öffentlichen Personennahverkehr gratis zu gestalten, wurde einmal mehr verfehlt. Die Kosten werden ja an den Steuerzahler weitergereicht, der man selber ist. Gratis ist da nix! Es ist finanzpolitische Augenwischerei. Es erinnert neben den weitgehend an politischen Institutionen vorbei geplanten Pop-Up-Radwegen einmal mehr an die Bevormundung freier Bürger. Und die Union macht fleißig mit. Immer nur nach dem Staat zu rufen ist nicht die Lösung. Das geht bei der Coronahilfe, aber nicht dauerhaft beim Nahverkehr.“


24. Juli 2020

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