Ümit Sormaz
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Neue Corona-App: Imageschaden und lebensgefährlicher Millionenverlust

„Die Bundesregierung hat ihre neue Corona-App vorgestellt. Doch viele Menschen können sie nicht herunterladen. Denn für eine erfolgreiche Installation sind die Betriebssysteme Apple iOS 13.5 oder Android 6.0 Voraussetzung. Viele Handys wie etwa iPhones 5, 5s, 6 oder ältere Android-Modelle wie das Sony Xperia M2 laufen damit nicht. Gerade ältere Handy-Besitzer, die nicht das neuste Update herunterladen können, haben so von der 22 Millionen teueren Software nichts. Mit monatelanger Verspätung kam die Corona-App und lässt genau jene hochgefährdete Zielgruppe der älteren Nürnberger im Stich, die weniger technikafin sind. Auch die neuesten Huawai-Modelle funktionieren wegen US-Technik-Embargos nicht. Ob man so die zur Funktion nötigen 60 Prozent der Bevölkerung erreicht, ist fraglich. Die App droht so zur millionenteueren Pleite zu werden. Sie erinnert schwer an den Dieselskandal: Vollmundige Versprechen werden von der Realität eingeholt. Das ist schade, denn es geht nicht nur um den Ruf deutscher Software und Technik. Es geht um Menschenleben. Wenn das kein Versagen einer Bundesbeauftragten für Digitalisierung, Dorothee Bär von der CSU, ist? Lieber auf Wolke Sieben im Flugtaxi, als in der Realität. Bisher ist die App nur ein weiter Imageschaden für den digitalen Standort Deutschland. Sie muss schleunigst nachgebessert werden. Sonst hat sie auch in Nürnberg keinerlei Wert.“


20. Juni 2020

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