Ümit Sormaz
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Pop-Up-Radwege: Dogmatischer und realitätsfremder Größenwahn

„Der rund 50 000 Euro teuere Versuch, mittels eines provisorischen Radstreifens mehr Fahrradfahrer auf die Rothenburger Straße zu locken, ist gescheitert. Anstatt der erwarteten 1000 Radfahrenden nutzen die neue Spur nur rund 700. Zwischen Juli und Oktober war der Radweg auf dem Stück von der Bertha-von-Suttner-Straße bis zur Wredestraße eingerichtet worden. Hier wurde dogmatisch von einer Mehrheit im Stadtparlament ein einseitiges Verkehrskonzept gegen alle anderen, inklusive der Öffentlichen, für teueres Geld durchgesetzt, für dessen Scheitern nun keiner verantwortlich sein will. Neben den Autofahrern wurde die Buslinie 90 ausgebremst. Trotzdem soll der Etat für Radwege bis 2023 nach SPD und CSU auf zehn Millionen verdreifacht werden. Anstelle wie von mir gefordert, Nebenstraßen mit in die Planung einzubeziehen, wollen Sie weiterhin die Hauptverkehrswege für andere Verkehrsteilnehmer einengen. Das ist kein Konzept, das ist dogmatischer und realitätsfremder Größenwahn zum Nachteil anderer. Das hat so gar nix von einer echten Verkehrswende. Nichts gegen Lückenschlüsse im Radwegenetz, aber nicht auf Kostens anderer. Lernen Sie aus ihren Fehlern. So müssen Sie sie nicht wiederholen und könnten eine Menge Geld sinnvoller investieren.“


2. November 2020

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