Ümit Sormaz
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Sichere Radwege auf Nebenstraßen!

„Popup-Radwege führen über Hauptverkehrsstraßen, Fahrradschnellwege sind in Planung wie große Fahrradparkhäuser, Fahrradverleihsysteme der VAG stehen auf der Agenda, kurz: der städtische Etat für Rad-Maßnahmen soll bis 2026 auf zehn Millionen Euro pro Jahr steigen. Dabei wird immer mehr Straßenraum zugunsten der Fahrradfahrer umgestaltet. Der Herr Baureferent Daniel Ulrich will ab der Kreuzung Pirckheimerstraße oder etwa zum Rathenauplatz für Fahrradfahrer vor den großen Kreuzungen doch die Einfallstraßen beschneiden und diese an entscheidender Stelle einengen. Er will durchgängige Radrouten anbieten. Allerdings lehnt er dann in der Innenstadt eine Öffnung der Bergstraße ab. Die Poller dort rausziehen würde, so Ulrich, „zum totalen Verkehrschaos in der Irrerstraße und in der Füll führen, weil man dann vom Neutor in einem Stück über die Bergstraße zur Theresienstraße durchfahren könnte.“
Ich fordere von der Stadt: Dezentralisiert das Radwegnetz unter Einbeziehung der Seitenstraßen. Sichere Radwege auf weniger befahrenen Nebenstraßen. Hebt dort Einbahnstraßenregelungen auf. Entlastet die großen Haupteinfallstraßen von Popup-Radwegen und dem Radverkehr. Ich bin für durchgehende Fahrradhighways, aber nicht mitten auf den Einfallstraßen. Ich bin für mehr Sicherheit gerade was die gefährlichen Abbiegemanöver von alten Lkw angeht. Die Radfahrenden verschwinden für die Fahrzeugfahrer oft im toten Winkel. Der CSU-Verkehrsminister hat immer wieder Änderungen auf Bundesebene versprochen. Passiert ist nichts, außer weiteren, tödlichen Unfällen. Deswegen: Sperrt die Nürnberger Innenstadt für LKW ohne Abbiegehilfe! Macht ein plausibles Konzept für ein vom Autoverkehr unabhängiges Radwegenetz über Nebenstraßen unter Einbeziehung von Anwohnermeinungen bis Ende des Jahres. Öffnet die Bergstraße für alle!“


4. Juni 2020

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