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Stopp dem Radweg-Wildwuchs!

Im Durchschnitt sterben im Jahr auf Nürnbergs Straßen 1,4 bis 1,8 Menschen pro hunderttausend Einwohner. In Amsterdam und Kopenhagen sind es 3,4, in Brüssel 3,7. In Nürnberg ist laut Baureferent Daniel Ulrich das Radfahren statistisch nicht gefährlicher als in anderen Städten. Aber auch nicht sicherer.
Bislang werden Verkehrsunfallstatistiken hier nur nach einer Beteiligung von Radfahrern ausgewertet, nicht aber nach deren Mitschuld oder schuldhaftem Verhalten. Das übervorteilt im Ergebnis andere Verkehrsteilnehmer und liefert so eine einseitige Basis für ein neues Stadtbild und eine somit für manche auch eingeschränkte Mobilität.
Seit Einrichtung des Runden Tischs Radverkehr im Jahr 2014 übernahmen Lobby-Gruppen und Verwaltung die Gestaltung der städtischen Verkehrswege. Nur keine Autofahrer und Fußgänger.
Unterdessen laufen Markierungsarbeiten in der Thäterstraße, der Balthasar-Neumann-Straße, der Dientzenhoferstraße und in einem Teilabschnitt der Gleißhammerstraße. In diesem Jahr kommen noch die Sperberstraße, die Sandrartstraße sowie die Muggenhofer Straße hinzu.
Ich fordere eine genauere, nach Mitschuld orientierte Auswertung der Nürnberger Verkehrsunfallstatistik, eine breite Beteiligung von Autoclubvertretern und Fußgängervertretern sowie Anwohnerverbänden am Runden Tisch.
Bis dahin sollten alle aus der Hand geschüttelten Markierungsmaßnahmen, die andere Verkehrsteilnehmer dauerhaft beschränken, aufgeschoben werden.


2. Juni 2020

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