Ümit Sormaz
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Verbots-Politik hilft nicht!

„Der Nürnberger Christkindlesmarkt 2020 fällt wegen Corona aus. Oberbürgermeister Marcus König (CSU) hatte noch im September eine dezentralisierte Form unter strengen Hygieneauflagen befürwortet. Doch unter steigenden Corona-Zahlen könne er nun „eine zusätzliche Ansammlung von vielen Tausend Menschen in der Innenstadt nicht verantworten.“
Für Hunderte von Händlern ist dieser Bruch mit Nürnbergs ältester Tradition eine wirtschaftliche Hiobsbotschaft. Da hilft es auch nicht, wenn die Stadt einigen von ihnen an irgendwelchen Ecken Ersatzplätze anbietet. Die derzeitige Corona-Politik der Stadt beschränkt sich auf Verbote. Ein Mini-Lock-Down bundesweit mit Gratis-Schnelltests ist für mich die beste Lösung, das Virus einzudämmen und Tradition und Wirtschaft am Leben zu erhalten. Auf diese Idee ist auch schon die Österreichische Tourismus-Ministerin gekommen. Erst wenn Österreichs Kanzler Sebastian Kurz damit ankommt, kann ihn ja Bayerns Ministerpräsident Markus Söder wieder kopieren. Unterdessen streiten die Beamten und Angestellten des Öffentlichen Dienstes um mehr Geld, während andere mit Kurzarbeitergeld und dem Jobverlust auskommen müssen. Und in den wirklich gefährlichen, potentiellen Ansteckungsorten, den dicht besetzten öffentlichen Verkehrsmitteln, wird nicht wie in China hart desinfiziert und gesprüht. Mehr Fahrer, mehr Sauberkeit wären angesagt. Stattdessen wird immer mehr verboten. Ob Messe-, Markt- und Kneipenverbote wirklich der Wirtschaft gegen Corona helfen, halte ich für sehr fragwürdig. Im Zweifelsfall entscheiden die Gerichte über die oft einfallslose Verbots-Politik.“


26. Oktober 2020

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