Ümit Sormaz
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Verkehr: Auto-Aussperrwege beschlossen!

„Mehrheitlich haben Nürnberger Stadträte den Ausbau von 17 sogenannten Radvorrangrouten beschlossen. Sie sollen in den nächsten fünf bis zehn Jahren Hauptverbindungen vom Stadtrand ins Zentrum führen. Der Name Radvorrangrouten ist eigentlich eine Frechheit gegenüber allen anderen Verkehrsteilnehmern. Zum einen werden die Autos immer sauberer, zum anderen werden E-Autos und andere umweltfreundliche Fahrzeuge pauschal übergangen, während man sich über die Farbe von neuen Markierungen unterhält. Das ist weder behindertenfreundlich, noch wirtschaftsfördernd, wenn man den steuerlich gebeutelten Autofahrer gezielt zum Straßen- und Wegebau zur Kasse bittet und dann im Verkehr abdrängt. Sollen doch die Radfahrenden mit einer eigenen Radwegsteuer ihre Wege selber zahlen! Für 300 Radständer an 65 Orten in der Altstadt ist Geld da, für neue Parkplätze nicht. Auch scheint mir die Art und Weise, wie das Radwegnetz ausgeweitet werden soll, äußerst undemokratisch. So sitzen am planenden Runden Tisch Radverkehr Vertreter von Verwaltung, Fahrradverbänden und Stadträte, aber kein einziger Vertreter der Autofahrer. Radvorrangrouten sind nichts anderes als Auto-Aussperrwege. Das bedeutet nur noch mehr Stau.“


5. Oktober 2020

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