Ümit Sormaz
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Verweltlichung: Schluss mit der staatsfinanzierten Kontrolle der Kirchen!

„Obwohl immer mehr Nürnberger jedes Jahr aus der Kirche austreten geben die zwei Konfessionen Millionen für ihre eigenen Zwecke auch an Steuergeldern aus. Sie erhalten diese Staatsleistungen als Entschädigung für Enteignung und Säkularisierung kirchlicher Güter vor allem Anfang des 19. Jahrhunderts. Mit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 verpflichteten sich die Landesherren, die Besoldung und Versorgung katholischer und evangelischer Würdenträger sicherzustellen. Die jährlichen Zahlungen gibt es bis heute, weil sie erst in die Weimarer Verfassung von 1919 und später ins Grundgesetz übernommen wurden. Finanziert werden mit Steuergeldern neben teueren Bischöfen auch viele kirchliche Kindergärten, die uns in Zeiten von Corona alleine stehen lassen und die Kinder den gefährdeten Opas und Omas überlassen. Oder darauf bauen, dass ein Vater, eine Mutter, auf ihre Arbeit verzichtet. Mit Christlichkeit hat das nichts zu tun. Ich würde mir wünschen, dass diese klerikale Abhängigkeit in einer aufgeklärten Gesellschaft endlich aufhört. Nach meinem Vorschlag würde eine Ablösung mit einer Einmalzahlung abgegolten, die sich derzeit auf mehr als eine halbe Milliarde Euro pro Jahr summiert. Die Zinsen sind günstig. Damit macht sich der Staat von der Kirchenkontrolle frei. Die FDP hat in einem parteiübergreifenden Entwurf im Bund einen Vorschlag für einen Wert beziffert, der das 18,6-fache der jährlichen Zahlungen umfasst. Damit ist dann endlich Schluss mit der kirchlichen Vormundschaft.“


19. März 2020

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