Ümit Sormaz
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Virus-Bekämpfung: Wo ist der klare Masterplan gegen Corona?

„Verschiedene Durchseuchungsgrade der Bevölkerung, die man nicht verhindern könne, eine mahnende Kanzlerin auf allen TV-Kanälen, die mit weiterer Ausbreitung bei Nichteinhaltung der verhängten Kontaktverbote droht. Und ein bayerischer Ministerpräsident, der alles nachmacht, was man in Österreich an Sperrungen und Einschränkungen vormachte: einen einheitlichen Kurs im Kampf gegen den Virus gibt es offensichtlich nicht. Während Urlauber, ob erkrankt oder nicht, um jeden Preis zurückgeholt werden, Lieferungen aus China, Indien und sogar dem Risikogebiet Iran weiterhin bei uns eintreffen und gleichzeitig in manchen Bundesländern Spielplätze gesperrt sind, in anderen nicht, ergibt sich kein klares Bild einer einheitlichen Corona-Bekämfung. Ein klarer Kurs im Kampf gegen den Virus sieht anders aus. Nach einer englischen Studie verschiebt man mit einer 5-monatigen Schulschließung eine weitere Verbreitung nur in den Herbst. Es ist nicht zu verstehen, warum die Kanzlerin keinen konkreten, verbildlichen Masterplan für alle 16 Bundesländer hinlegt. Die Seuchenschutzverordnung gibt es doch her. Wir brauchen für Nürnberger Ärzte und Praxen sowie Krankenhäuser ausreichend Schutzkleidung und Masken für das Personal. Wir können und dürfen diese Menschen, die an der Front arbeiten, nicht alleine lassen. Auch benötigen wir entscheidungsfähiges Personal an Hotlines der Stadt und der KfW, das die dringend benötigte finanziellen Hilfen für Unternehmen, den Mittelstand und den Handel verbindlich organisiert. Ein Plan mit einer klaren zeitlicher und finanzieller Zusage fehlt. Diese Unsicherheit schürt erneut Panik. Und die kann man auch mit Drohungen nicht verhindern.“


19. März 2020

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